Herdwickschafwolle

Hallo Ihr Lieben,

schaut mal, was ich die Tage gemacht habe:

 

Aus einem Teil eines durchaus schönen Kammzuges vom Herdwick-Schaf ist ein Probeläppchen geworden.

Ich habe von den 100g nur die Hälfte versponnen. Herdwickwolle zu verspinnen geht sehr leicht von der Hand, weil die Fasern vergleichsweise kurz sind.

Leider haart die Wolle sehr und ich bin froh, dass hier keiner auf Schafwolle allergisch reagiert 🙂 Jedenfalls hat es mir nach den 50g gereicht. Ich hatte noch einen kleinen Rest von der süddeutschen Merino auf einer anderen Spule. Damit habe ich einen Miniteil der Herdwickwolle dann verziwrnt.

Heraus gekommen ist ein wirklich schönes, kleines Strängelchen von 10.6 g :-), das ich nach dem Baden und Trocknen zu einem Probeläppchen verstrickt habe. Zuerst mit Nadeln 3.5, später mit 4er Nadeln.

Ich finde, die Farbkombi wäre wunderbar geeignet für etwas Trachtiges für Herren. Eine Jacke oder Socken vielleicht. Leider ist das Garn selber meines Erachtens zu überhaupt nichts zu gebrauchen, außer für Topfreiniger vielleicht oder ein Sprungseil für Kinder, denn sie kratzt so sehr, dass ich starke Zweifel hege, ob das überhaupt ein Mensch aushalten könnte. Ich stelle mir gerade einen Pullover aus reiner Herdwick-Wolle auf der nackten Haut eines Gefangenen im Mittelalter vor. Das wäre sicher eine scheußliche Foltermethode gewesen…

Für mich zur Übung war das Ganze trotzdem nicht unnütz: ich bekomme langsam ein Gefühl für die Sache. Freu …

Lasst es Euch gut gehen,

Eure Anja aus der Strickstube